Musikalischer Advent für jedermann

Advent bedeutet Ankunft. Wen erwarten wir Christen? Wir erwarten das Wiederkommen von Jesus Christus und gedenken besonders im Advent seiner Geburt. Wie drücken wir das aus?

Auch in diesem Jahr war die Adventszeit in der Gemeinde Plauen wieder von vielen Aktivitäten geprägt. Die Musik hat hier bereits eine jahrzehntelange, schöne Tradition. Zudem wurden in der Stille viele aufbauende und dem Nächsten dienende Aktivitäten durchgeführt, die im Hintergrund einer lebendigen Gemeinde zum Trost und zur Versöhnung beigetragen haben und damit Zeichen der praktizierten Liebe sind. Aufgrund der Vielzahl können sie hier nicht alle genannt werden. Sie sind aber keineswegs unbemerkt geblieben.

Adventskonzerte

Besondere Höhepunkte waren die beiden Adventskonzerte am zweiten Adventswochenende, welche der Gemeinde-, der Kinder- und der Jugendchor sowie die Instrumentalisten des Gemeinde- bzw. Kinderorchesters im Plauener Gemeindezentrum durchführten. Es konnten insgesamt fast 1000 Zuhörer begrüßt werden, die bei den Darbietungen zunehmende Professionalität und Qualität feststellten. Auch einige Jugendliche aus Nachbargemeinden trugen als Akteure mit dazu bei.

Mit der bekannten Volksweise „Guten Abend, schön Abend“ begrüßte der Kinderchor die Anwesenden und der Vorsteher, Gemeindeevangelist Karsten Treiber, hieß alle mit herzlichen Worten willkommen. Es folgten Chor- und Instrumentalbeiträge bekannter weihnachtlicher Weisen, die die Erwachsenen sowie die Jugendlichen aber auch die Kinder und die Vorschulkinder, den Konzertbesuchern gleichermaßen entgegen brachten.

Die teils englischsprachigen Lieder des Jugendchores wurden in der Moderation einfühlsam dem Publikum nahe gebracht. Mit dem Lied von Udo Jürgens „Es werde Licht“ brachten die Jugendlichen besonders überzeugend zum Ausdruck, dass für viele Menschen Weihnachten leider nur noch mit Geschenken verbunden ist, und dass das Gedenken an die Geburt Christi heute oft verloren gegangen ist.

Zweimal wurde das Publikum während des Konzertes durch gemeinsamen Gesang aktiv in das Programm einbezogen. Dies ließ viele Augen glänzen und manche Emotionen mitschwingen.

Die beiden Schlusstitel der Konzerte bildeten das Lied für Sopransolo und Klavier „The holy city – Jerusalem“ (Die heilige Stadt Jerusalem) und das „Halleluja“ von Georg Friedrich Händel. Ausdrucksstark von der Solistin und dem Chor dargeboten waren diese beiden Titel jeweils der krönende Abschluss der Konzerte und wurden mit viel Beifall und stehenden Ovationen gewürdigt.

Weihnachtsoratorium

Ein weiteres Glanzlicht im Advent war die Aufführung des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach, welches ein Teil des Zentralchors und das Orchester der Gebietskirche Sachsen/Thüringen im Gemeindezentrum Plauen in beeindruckender Weise am Samstag, dem 11. Dezember 2010, aufführte.

Weihnachtsfeier

Am Sonntag, dem 19. Dezember, fand am Nachmittag die Gemeinde-Weihnachtsfeier statt. Die Kinder erfreuten die Anwesenden mit ihren Vorträgen. Fleißig hatten die kleinen Solisten geübt und man sah ihnen die Freude an, mit der sie das Geübte mit ihrer Kinderchordirigentin vortrugen.

Zu diesem Anlass wurde die Kinderchordirigentin Ingeburg Baumgärtel verabschiedet. Zukünftig übernimmt diese Aufgabe Glaubensschwester Heike Gräf. Der Vorsteher dankte „Tante Inge“ – wie sie von den Kindern liebevoll genannt wird – für ihre unermüdliche Arbeit mit den Kindern in den letzten Jahrzehnten. Zum Abschied bekam sie einen schönen Blumenstrauß und eine große Collage mit Bildern aus den 37 Jahren ihrer Tätigkeit überreicht. Schwester Baumgärtel hat viel für die musikalische Ausbildung der Kinder getan. Die Stimmbildung und die Aussprache des Musiknachwuchses wurden von ihr besonders gefördert und gefordert. Von den ehemaligen Kindern sind viele heute noch aktive Sänger oder Instrumentalisten. Sie sprechen heute noch – zwischenzeitlich längst erwachsen und selbst Eltern – gern davon, dass sie bei „Tante Inge“ viel gelernt und dieses an ihre eigenen Kinder weitergegeben haben.

Der langjährige Seniorenbeauftragte der Gemeinde, Priester i. R. Siegfried Seifert, wurde von seiner Aufgabe offiziell entbunden. Auch ihm gebührt viel Dank für die aufopferungsvolle Arbeit. Seit 1994 ist er in dieser Beauftragung tätig. Seinen Nachfolger, Priester Ulrich Heinz, wird er zukünftig aktiv unterstützen.

Text/Fotos: K.Mr.