Festwoche macht NAK bekannter

Die Gemeinde Plauen gestaltete eine Festwoche mit 27 Veranstaltungen. In der Festansprache äußerte der Gemeindevorsteher den Wunsch, dass die Neuapostolische Kirche auch in dieser Stadt noch mehr wahrgenommen werden möge. Dieser Wunsch ging in Erfüllung.

Mittels Anzeigen, Flyern, Werbebannern, Straßenplakatierung, zahlreichen Hinweisen in öffentlichen Veranstaltungskalendern, Presseankündigung und persönlichen Einladungen, aber auch mit hohem Engagement bereiteten die Gemeindemitglieder diese Festwoche vor. Anlass hierfür war die Gründung der Gemeinde vor 115 Jahren und die Einweihung des Gemeindezentrums vor 15 Jahren.

Nach dem Auftaktkonzert am 24. September 2011, gestaltet von den Sängern und Instrumentalisten der Gemeinde sowie den Musi(k)ids aus dem Kirchenbezirk Plauen, folgte der Gottesdienst am Sonntag. Den zahlreichen Gästen wurden die liturgischen Gottesdienstdetails begleitend erklärt.

Zwei Buchlesungen aus „Wenn Gott dein Leben verändert“ von Max Lucado wurden in den Folgetagen von der Glaubensschwester Erika Wiesner durchgeführt. Das Fazit lautete: Wer wollte nicht so werden wie Jesus!

Die offen ausgeschriebene Chorprobe und der Religionsunterricht galten als Schnupperangebote, welche leider nur vereinzelt genutzt wurden.

Einer der Höhepunkte war der Seniorentreff am Dienstag, dem 27. September 2011. Bezirksältester i.R. Werner Götze aus Greiz berichtete über seine vielen Missionsreisen nach Nordwest-Russland; wie er die Gemeinden in der Region um die Großstadt Wologda betreut hat und wie sie sich bis heute entwickelt haben.

Anschließend führte Priester Gerd Mrotzek den "Treffpunkt Bibel" durch. Dieser Bibelkreis befasste sich u.a. mit vielfältigen Gnadenangeboten Gottes, die wir oftmals übersehen.

Die Abendandacht am Donnerstag stand unter dem biblisch belegbaren Motto: „Besser ist es, ein Licht anzuzünden, als über die Dunkelheit zu schimpfen.“ Die zahlreich Anwesenden genossen die feierliche Stimmung, die musikalischen Beiträge und die Heiligkeit in dieser Stunde. Die nachdenklich stimmenden Aussagen von Priester Karsten Schubert machten deutlich, dass das Christsein auch den Alltag des stressigen Lebens tangieren muss, um ein Zeugnis Christi zu sein.

Am Freitag beteiligten sich viele Kinder beim Schmücken des Gemeindezentrums für den bevorstehenden Erntedanktag. Mit Freude und Liebe gestalteten sie die verschiedenen Räumlichkeiten und den Altar. Dabei fanden sie Unterstützung durch die Schwestern, die sonst für den Blumenschmuck verantwortlich sind. Der Grillabend auf dem Außengelände, wo ein Festzelt errichtet worden war, gestaltete sich zu einer schönen Begegnung mit Gesprächen in wohltuender Gemeinschaft. Dieser Abend fand mehr Resonanz als erwartet.

Des Weiteren stellten zwei ehrenamtliche Mitarbeiter des Malteser Hilfsdienstes in einem Vortrag ihren Sozialdienst in Plauen und im Vogtland vor. Mancher staunte, mit welchem Einsatz Arbeiten in Krankenhäusern, Kindergärten oder für Hilfsbedürftige im Hintergrund geleistet werden. Interessant waren zudem die historischen Ausführungen zum Malteser-Orden.

Sportlich begann der vorletzte Tag mit einem Festlauf in der waldreichen Umgebung von Plauen. Fast 7 km wurden gemeinsam joggend zurückgelegt. Am Nachmittag konnten weitere zahlreiche Veranstaltungsangebote genutzt werden. Einige Beispiele:

  • Eine beeindruckende Filmvorführung über die Wendezeit in Plauen vor mehr als 20 Jahren.
  • Glaubensbruder Harald Karl berichtete eindrucksvoll über seine eigenen Erfahrungen als Justizangestellter zu DDR-Zeiten, die persönlichen Erlebnisse in der Zeit der politischen Wende und seine Glückseligkeit, danach wieder „seine“ Gemeinde gefunden zu haben.
  • In einer Ausstellung konnte man eigene „Schöpfungen" wie z. B. kunstvoll gestaltete Handarbeiten, Basteleien, Malereien und Schiffsmodelle betrachten, oder interessantes über die Haltung von Schlangen und Reptilien erfahren. Diese Ausstellung zeugte davon, welchen Freizeitbeschäftigungen die Gemeindemitglieder aller Generationen nachgehen.
  • Einige Jugendliche berichteten in Wort und Bild von ihren persönlichen Erlebnissen auf dem Mitteldeutschen Jugendtag, den sie vor drei Wochen in Erfurt erlebt hatten.
  • Verschiedene Angebote für die Kinder wurden intensiv genutzt.
  • Die Uraufführung des "frisch" komponierten Preludio festivo „Machet die Tore weit“ erklang an der Orgel. Der befreundete Organist aus der evangelisch-methodistischen Gemeinde in Plauen, Jörg Lehmann, hatte dieses Stück extra für diese Festwoche komponiert. Der Applaus „zwang“ ihn zu einer Zugabe.
  • Es folgte ein Vortrag des in Plauen ehrenamtlich tätigen Friedensrichters, Priester Karsten Schubert, über dessen verantwortungsvolle und nutzbringende Tätigkeit. Dabei gilt, immer wieder christliche Grundüberzeugungen und praktizierende Versöhnlichkeit im Alltagsleben umzusetzen. Leider können dies nicht alle Menschen für sich in Anspruch nehmen und treffen sich nach der Begegnung beim Friedensrichter vor Gericht erneut wieder.
  • Ein weiterer Vortrag von Priester Markus Weyh zum Thema FAIRTRADE schloss sich an. Er stellte die Frage, ob Christen immer fair handeln würden. Das humanitäre Anliegen der Organisation bestehe darin, dass beispielsweise die Erzeuger von Lebensmitteln in den vielen Entwicklungsländern auch von ihrer Arbeit normal leben können - ihre Familien mit eingeschlossen. Ein Schwerpunkt der Vereinsarbeit stellt auch der Kampf gegen Kinderarbeit dar. Dies können wir hierzulande beeinflussen und unterstützen z. B. beim Kauf von Produkten, bei denen wir das nebenstehende Siegel der Fiartrade-Organisation finden.
  • …oder man konnte einfach das herrliche Spätsommerwetter im Festzelt bei Kaffee und Kuchen und sonstigen Angeboten nutzen.

Der letzte Tag der Festwoche wurde vom Erntedankgottesdienst am Vormittag, in dem über 20 Gäste anwesend waren, und dem Konzert „In your arms“ vom Gospelprojekt am Abend geprägt. Mehrere Hundert Zuhörer waren gekommen und begeistert.

Es bleibt ein weiterer Wunsch, den der Gemeindevorsteher, Evangelist Karsten Treiber, in seiner Festansprache formuliert hatte. Auch künftig mögen hier Kinder, Jugendliche und jeder, der ehrliches Verlangen hat und ein Leben mit Jesu sucht, Orientierung finden.

Text: U.S / Fotos: K.Mr. u. U.S.