Advent im Gemeindezentrum in Plauen

Seit der Einweihung des Gotteshauses im Jahr 1996 konnten viele Menschen insbesondere während der Konzerte in der Adventszeit erfreut werden. Auch zu anderen außergottesdienstlichen Höhepunkten strömten seitdem viele Menschen aus nah und fern in die Kirche an der Kleinfriesener Straße in Plauen.

Am 3. Adventswochenende war es wieder soweit: Zeit für die beiden Adventskonzerte im Gemeindezentrum, die mittlerweile als Tradition bezeichnet werden können, denn viele Plauener Bürger und Geschwister aus Nachbargemeinden sind als Stammgäste zu jedem Konzert dabei. Auch 2011 konnten an beiden Tagen wieder reichlich 1.000 Zuhörer das Programm verfolgen; es war seit Bestehen des Gemeindezentrums das 31. bzw. 32. Konzert dieser Art.

Zu Beginn brachte Jörg Lehmann aus der Evangelisch-Methodistischen Kirche Plauen sein eigens komponiertes „Preludium festivo“ zu Gehör. Nach einleitenden Worten des Gemeindevorstehers Karsten Treiber am Samstag und des Bezirksältesten Thomas Blank am Sonntag, erfreuten die Blechbläser mit bekannten weihnachtlichen Weisen von Georg Friedrich Händel die Zuhörer, ehe der Chor das Programm fortsetzte. Gemeinsam mit dem Kinderchor wurde das Publikum vom Dirigenten Uwe Sammler zum Mitsingen animiert. Wie die Erfahrung zeigt, wurde es auch diesmal wieder gern von allen Beteiligten angenommen.

Besonders viel Freude lösten die Vorträge der Vorschulkinder und Kinderinstrumentalisten aus. Die Jugendlichen des Teilchores Plauen vom GOSPELPROJEKT brachten zwei passende Adventsstücke dem Publikum zu Gehör. Viele Angehörige, Freunde und Lehrer der Musikschule unserer Kinder und Jugendlichen waren unter den Zuhörern. Ohne ihre Unterstützung und Förderung wäre manches nicht möglich.

Ein Lied, welches auf der ganzen Welt bekannt ist, durfte natürlich auch in diesem Jahr nicht fehlen: „Stille Nacht“ (Gruber/Mohr, 1818) wurde gemeinsam vom Chor und Kinderchor vorgetragen - begleitet von der Orgel. Diese Version war von Jürgen Gerisch (Jößnitz) 1991 arrangiert worden. Sie ließ bei vielen Zuhörern Emotionen frei werden. Man hatte das Gefühl, dass die Musik von den Zuhörern mit dem Herzen aufgesogen wurde.

Der Titel „The holy city“ (Stephen Adams) in einer Bearbeitung von Jörg Lehmann für Chor, Sopransolo, Orgel und Klavier erzeugte eine Atmosphäre, die man schwerlich beschreiben kann. Mit ihrer klaren Stimme füllte Sopranistin Melanie Herrmann den gesamten Kirchenraum aus – auch ohne Mikrofon.

Als Schlusspunkt erklang stimmgewaltig das „Halleluja“ (aus: Messias) von Händel, unterstützt von Orgel (Sebastian Gerisch) und Trompete (Tobias Fohlert).

Der immer wieder aufbrandende Beifall nach den einzelnen Darbietungen und der lang anhaltende Schlussapplaus waren Beloh­nung für alle Mitwirkenden - angefangen von den Dreijährigen bis hin zu den Fünfundsiebzigjährigen.

Jörg Sammler führte mit jugendlichem Elan und gewitztem Ernst durch die beiden Konzerte. Auf diese Art und Weise wurden auch die englischsprachigen Titel allen Anwesenden verständlich gemacht.

Als Zugabe erklang der „Abendsegen“ aus der Oper Hänsel und Gretel (Engelbert Humperdinck), vorgetragen von Lisa und Marie Sammler. Danach war Stille und es blieb nicht verborgen, dass sich manche Zuhörer verstohlen eine Träne aus den Augen wischten, ehe sie emotional berührt den Konzertraum verließen.

Es waren gelungene Konzerte, welche Besinnlichkeit, Freude und Zeit der inneren Einkehr für jeden Zuhörer boten. Die Ensembles überzeugten wieder einmal durch Engagement, Musikalität und gute Aussprache! Wir freuen uns auf ein Wiedersehen(hören) im Jahr 2012!

Text/Fotos: K. Mr.