Gospelprojekt gastiert zum Sachsen-Anhalt-Tag

Den Samstag des diesjährigen Sachsen-Anhalt-Tages, der zusammen mit dem Jubiläum „800 Jahre Anhalt“ hunderttausende Besucher nach Dessau lockte, bereicherte das Gospelprojekt mit einem mitreißenden Konzert in der Johanniskirche.

In einem „Dorf der Kirchen und Religionen“ rund um die evangelische Kirche St. Johannis und die katholische Kirche St. Peter und Paul präsentierten sich die christlichen Kirchen und die jüdische Gemeinde aus Dessau mit Gottesdiensten, Musik und Aktionen. So auch die neuapostolische Gemeinde Dessau mit einem Info-Mobil und einem Stand für Kinder, der zum Malen und Basteln einlud.

Gerne nahm das vor fünf Jahren gegründete Ensemble namens Gospelprojekt aus vorwiegend jugendlichen Mitgliedern diese Gelegenheit wahr, um die Gospels und Lobpreislieder zur Ehre Gottes den über 200 Zuhörern nahezubringen. Ein herzlicher Dank gilt den Organisatoren vor Ort und des Ensembles, im Besonderen der Evangelischen Landeskirche und der Johannisgemeinde aus Dessau.

Nachdem alle Mitwirkenden aus Thüringen und Sachsen trotz der starken Regenschauer gut angekommen waren, wurden der Chor und das Orchester von Torsten Rahne, Organisator des Konzertes seitens der Neuapostolischen Kirche in Dessau, begrüßt. In der anschließenden Probe am Nachmittag wurde noch der Feinschliff an den Programmteilen durchgeführt und Dirigent Markus Weyh gab einiges an Organisatorischem für das Konzert am Abend bekannt.

Erfahrungsgemäß macht das Singen und Musizieren immer wieder Appetit. Glaubensgeschwister der Gemeinde Dessau verpflegten die Sänger und Spieler in der Probenpause mit selbstgebackenem Kuchen, Kaffee, zahlreichen Salaten und Getränken. Nach dem zweiten Probenteil gab es noch für jeden Würstchen mit Brötchen, um für den Fußweg zur Johanniskirche gerüstet zu sein. Vielen Dank den fleißigen Helfern aus der neuapostolischen Gemeinde Dessau!

So gestärkt bahnten sich die Ensemblemitglieder, erkennbar an ihren orangefarbenen T-Shirts und den Musikinstrumenten, den Weg durch die Menschenmenge zur Johanniskirche. Dort fand der Soundcheck mit Chor und Orchester statt. Die Techniker des Ensembles hatten bereits am Tag zuvor Technik, Lautsprecher und Verstärker aufgestellt und verkabelt. Hierbei musste besonders vorsichtig agiert werden, da in der Johanniskirche drei wertvolle Tafelgemälde aus den Werkstätten der Cranachfamilie zu sehen sind: „Die Kreuzigung“ (Lucas Cranach d. Ä., vor 1523), „Jesus am Ölberg“ (1561) und „Das Dessauer Abendmahl“ (Lucas Cranach d.J., 1565). Diese wurden in den 1990er-Jahren aufwendig restauriert und stellen millionenschwere Kulturgüter dar. Im Verlauf der beiden Tage ergaben sich gute Kontakte mit den Veranstaltern, so dass die installierte Technik auch zu anderen Veranstaltungen in der Johanniskirche genutzt werden konnte.

Pünktlich um 19:30 Uhr zogen die Sänger unter stimmungsvollen Klängen in die Kirche ein und begannen mit ihrem ersten Gospel. Priester Torsten Rahne begrüßte die Anwesenden aus Sachsen-Anhalt mit Gedanken zur Herkunft und Inhalten der Gospels und stellte heraus, was es bedeutet, wenn Jesus Christus in einem Menschen lebt.

Mit dem Programm des Jahres 2012 stellten sich die Mitwirkenden des Gospelprojekts den Anwesenden vor und überzeugten mit ihren Darbietungen das Publikum davon, dass sich Gott mit seinem Evangelium (= Gospel) an alle Menschen wendet – unabhängig ob Christ oder Nichtchrist. Die Spannweite der Darbietungen reichte von gefühlvoll emotional („Oh freedom“, „Holy is the Lamb“ u.a.) bis zu kräftigem Fortissimo („Halleluja“, „Come to my Jesus“ u.a.). Die Beiträge wurden jeweils von den Dirigenten (Thomas Hinzke, Jörg Sammler und Markus Weyh) moderiert.

Das Publikum dankte nach den einzelnen Vorträgen dem Ensemble mit kräftigem Applaus und entließ die Sänger und Instrumentalisten am Ende des Konzertes erst nach zwei Zugaben. Nach dem Konzert gab es viel Positives aus dem Publikum zu hören, besonders auch von den anwesenden Kirchenmusikern der Evangelischen Landeskirche.

Text: K.Mr./T.R. Fotos: K.Mr.