Gottesdienste im traditionsreichen Staatsbad Bad Elster

Mit einem Gottesdienst im Alloheim in Bad Elster wurde am Sonntag, dem 19. Juli 2015, ein Raum für künftige Gottesdienste vor Ort „eingeweiht“.

In den letzten Jahrzehnten besuchten zahlreiche neuapostolische Glaubensgeschwister, die sich im Rahmen ihres Kuraufenthaltes in Bad Elster und Bad Brambach erholten, die Gottesdienste in unseren Gemeinden Oelsnitz bzw. Markneukirchen. Nachdem Anfang dieses Jahres beide Gemeinden geschlossen wurden, gibt es im vogtländischen Oberland nahe der tschechischen Grenze keine Gemeinde mehr. Doch für diese Glaubensgeschwister fand sich eine nicht vorhersehbare Lösung.

Ausgangspunkt waren die Aktivitäten der Amtsbrüder und der Glaubensgeschwister der Gemeinde Reichenbach, die bereits seit Mitte der 1990er Jahre im Alloheim in Reichenbach Gottesdienste für dort untergebrachte Geschwister und interessierte Gäste regelmäßig abhalten, welche musikalisch von Chorsängern und Instrumentalisten der Gemeinde unterstützt werden.

Im Zuge umfangreicher Renovierungsmaßnahmen zwischen 2012 und 2014 wurden die Reichenbacher Heimbewohner ins "Alloheim" nach Bad Elster verlegt. Hier konnten weiterhin die Gottesdienste stattfinden - dank der Unterstützung durch die damalige Reichenbacher Heimleiterin Frau Dräger.

Nach der Rückverlegung der Heimbewohner nach Reichenbach äußerte Frau Dräger den Wunsch, dass man doch auch im Alloheim Bad Elster weiterhin Gottesdienste abhalten könne.

Nach Gesprächen des Bischofs und Bezirksältesten mit der Leitung des Alloheimes Bad Elster konnte im April 2015 ein Mietvertragsentwurf vorgelegt werden. Bedingt durch einen Heimleiterwechsel verzögerte sich der Abschluss desselben noch ein wenig.

Angemietet wurde nun ein schöner heller Raum mit separatem Zugang von außen, Toiletten vor Ort und einer guten Raumhöhe.

Den ersten Gottesdienst hielt Bezirksältester Thomas Blank im Beisein des Vorstehers aus Plauen, Hirte Karsten Treiber, und weiterer Amtsträger, auch aus Reichenbach. Dass alle Geschwister der ehemaligen Gemeinde Markneukirchen zugegen waren, hat alle sehr gefreut und ist ein Beweis, dass diese Möglichkeit gerne angenommen wird.

Zukünftig sollen hier regelmäßig alle zwei Wochen Gottesdienste stattfinden für Kurgäste, Geschwister aus den ehemaligen obervogtländischen Gemeinden und Heimbewohnern. Betreut wird die Station durch Amtsbrüder und Sänger/Instrumentalisten aus Plauen.

Text: T.B., K.Mr. | Fotos: T.B., K.Mr.