Ruhesetzung von zwei Diakonen mit Apostel Wosnitzka

Apostel Rolf Wosnitzka diente am 19. Februar in der Gemeinde Plauen mit dem Bibelwort Daniel 3,17.18 und setzte zwei Diakone in den wohlverdienten Ruhestand.

In seiner Predigt wies der Apostel darauf hin, dass unsere Wünsche, welche wir Gott entgegenbringen, nicht immer in Erfüllung gehen. Darauf gibt es keine Antwort. Aber auch dann Gott treu zu bleiben, wenn das Leben anders verläuft als von uns erwartet - z. B. bei Not, Krankheit, Arbeitsplatzsorgen usw. - das ist die "Hohe Schule" unseres Glaubens. Das ist etwas, wo wir hineinwachsen wollen.

Die beiden Diakone führten ihren Amtsauftrag treu, beständig und gewissenhaft aus. Den Geschwistern begegneten sie als „Türhüter“ an der Kirchensaaltür immer freundlich und in einer ausgeglichenen Art und Weise.

Diakon Rudolf Schneider wurde 1976 als Unterdiakon und 1987 als Diakon gesetzt. In seiner über 40jährigen Amtstätigkeit war er seit 1978 als Jugendbetreuer tätig und man hatte den Eindruck, dass er nicht älter wurde, sondern sich in jeden Jugendlichen hineinversetzen konnte.

Selbst Eltern von sieben Kindern, haben er und seine Frau in ihrem Haus zahlreiche Pflegekinder aufgenommen und ihnen Liebe und Geborgenheit vermittelt, aber auch seinen Glauben vorgelebt. Trotz mancher materieller Schwierigkeiten, die er sich niemals anmerken ließ, strahlte Diakon Schneider immer Freude aus und hatte stets einen Scherz auf den Lippen. Und selbst als er im vergangenen Jahr schwer erkrankte, hat er, soweit es ihm möglich war, seinen Platz ausgefüllt. Vom Lebenskampf oft bis aufs äußerste gefordert, haben er und seine Frau geholfen, wo immer sie konnten und dies notwendig war.

Diakon Rudolf Schneider ist eine gefestigte, gestandene, in allen Wechselfällen des Lebens erprobte Persönlichkeit des Glaubens, der durch sein Vorbild den Geschwistern Kraft, Hoffnung, Mut und Zuversicht ins Herz gelegt hat. Seinen Platz als Diakon füllte er gewissenhaft und mit Liebe zum Herrn aus. Seinen reichen Erfahrungsschatz gab er gern auch an jüngere Brüder weiter.

Diakon Bernd Böhme wurde 1979 als Unterdiakon und 1987 als Diakon für die Gemeinde Oelsnitz gesetzt. Er war in seiner 38 Jahre währenden Amtstätigkeit seit 1998 als Konfirmandenlehrer tätig.

Als Seelsorger war er unermüdlich unterwegs in seiner Gemeinde, um den Anvertrauten nahe zu sein. Besonders in jener Zeit als sein Vorsteher erkrankte, war er für die Geschwister der Gemeinde Oelsnitz da.

Nach erfolgter Fusion der Gemeinden Plauen und Oelsnitz hat er sich sofort an die Seite seines neuen Priesters gestellt und die seelsorgerische Arbeit weiter intensiviert. Ihm ist es besonders zu verdanken, dass die Zusammenführung der beiden Gemeinden gut gelingen konnte. Auch durften sich die Geschwister über seine ruhige, zu Herzen gehende und von Glauben und Liebe zum Herrn getragene Wortverkündigung freuen.

Bernd Böhme hat sich vor keiner Arbeit gescheut. Als in Plauen, die über 20 Jahre hinweg verschlammte Regenwasserzisterne gereinigt werden musste, kam er mit der Frage: „Braucht ihr noch jemand mit Erfahrung im Bergbau?“ Er war es, der dann die eigentliche "Drecksarbeit" gemacht hat. Bei all dem hat Diakon Bernd Böhme nie Aufhebens um seine Person gemacht.

Möge der ewige Gott für alle getane Arbeit der beiden Diakone ein reicher Lohnzahler sein!