(Mein) Persönlicher Erntedank

AUERBACH. Der diesjährige Erntedank-Tag war für den gesamten Kirchenbezirk Plauen wahrlich ein Festtag. Denn alle 16 Gemeinden waren per IPTV-Übertragung zusammengeschlossen und erlebten so gemeinsam den Gottesdienst mit Apostel Ralph Wittich, der an diesem Sonntagmorgen in Auerbach stattfand. Was zu diesem Übertragungsgottesdienst geführt hat? Lesen Sie selbst ...

Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus Kolosser 3,17 zugrunde: "Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn."

Doch zunächst nahm Apostel Wittich Bezug auf das zu Beginn des Gottesdienstes gesungene Chorlied "Herr, unser Gott, wir danken dir" (CB 260). Der Chor habe damit in das Geschehen am Erntedanktag eingeführt: Lob- und Danktag 2025, so Apostel Wittich. Er rief dazu auf, diesen Tag zu einem persönlichen Danktag zu machen ... selbstreflektierend, wofür wir danken können - trotz Sorge(n), Leid, Existenz- und Zukunftsängsten.

Lasst uns mit offenen Augen durchs Leben gehen! Staunen und entdecken wir die Umwelt und unser Umfeld. Dann wird offensichtlich, wofür wir dankbar sein können.

Was hat Salz mit reden zu tun?

Im Brief an die Kolosser heißt es im 4. Kapitel, im Vers 6: „Eure Rede sei allezeit wohlklingend und mit Salz gewürzt, dass ihr wisst, wie ihr einem jeden antworten sollt“.

Unsere Worte mögen gehaltvoll sein und nicht oberflächlich. Das Salz steht hier symbolisch nicht nur für den Geschmack, sondern auch für die bewahrende und reinigende Kraft. Unsere Rede möge also nicht nur wohldosiert und angenehm sein, sondern auch wahrhaftig und hilfreich.

Lassen wir uns nicht anstecken von der Aufgeregtheit unserer Zeit. Bleiben wir realistisch mit dem Blick auf die Perspektive, die uns Gott gibt.

Wie zeigen wir unsere Dankbarkeit?

Dankbarkeit praktizieren wir mit Worten und Werken. Das ist eine große Anforderung an uns. Es ist spürbar, ob der Dank von Herzen kommt.

Deshalb:

  • Vertrau auf Gott. Bleibe in der Liebe zu Gott. Erfülle seinen Willen.
  • Sei ein Friedensstifter. Begegne deinem Nächsten mit Wohlwollen. Sei bereit zur Vergebung und zur Versöhnung.
  • Sei ein Hoffnungsträger. Begegne dem ABER dieser Zeit mit „Ja, aber wir haben Perspektive.“
  • Setze deine Gabe(n) wertschätzend ein. Sei gewiss, dass Gott alles in Fülle gibt.
  • Weite deinen Blick und schaue über den „Tellerrand“. Nichts ist selbstverständlich.
  • Sei dankbar für das, was noch kommt.
  • Mache dir (immer) bewusst, dass eine Gabe ein Geschenk und zugleich eine Aufgabe ist.
  • Gib Gott die Chance, dass er das Vorhandene segnen kann.
  • Übe dich in der Kultur Dankbarkeit zu pflegen – unabhängig von den Lebensumständen.

Jesus will euch heut´ begegnen

In diesem Gottesdienst empfingen drei getaufte Gläubige das Sakrament der Heiligen Versiegelung. Apostel Wittich machte in seiner Ansprache deutlich, dass mit der Geistestaufe die Erstlingsschaft begründet wird. Er riet sowohl den Eltern der Kinder als auch Glaubensschwester Jutta, in der Gemeinschaft zu bleiben, denn diese trägt in allen Zeiten und Verhältnissen.

Leite uns, Herr

Mit diesem Lied leitete die Instrumentalgruppe der Gemeinde Auerbach über zur Ernennung zweier Bezirksvorstehervertreter für den Kirchenbezirk Plauen.

Gottes Werk braucht Helfer bei der „Ernte“. … so auch im Kirchenbezirk Plauen. Evangelist Eric Röhlig und Priester Frank Wosnitzka waren dafür ausersehen und dem Ruf gefolgt. Mit Freuden dienen sei die Maxime, so Apostel Wittich. Vordringlichste Aufgabe ist es, den Bezirksvorsteher bei der Seelsorge der anvertrauten Gläubigen zu unterstützen sowie sensibel und vertrauensvoll mit den unterschiedlichsten Themen umzugehen.

Beiden Seelsorgern stellte Apostel Wittich das Zeugnis der Befähigung für diese Aufgabe aus.

Er wünschte ihnen:

  • Empathie und Mitgefühl,
  • tiefen Glauben,
  • Vertrauen in Gottes Wirken,
  • Freuden- und Friedensboten zu sein,
  • Glaubensgelassenheit,
  • körperliche und psychische Gesundheit.

„Ihr arbeitet an einer großen Sache. Dann macht sie auch groß.“, so sein Appell an die beiden neu ernannten Bezirksvorstehervertreter.

Im Anschluss an den Gottesdienst verweilten die Gottesdienstbesucher noch ausgiebig bei einem reichhaltigen Brunch zum Erntedanktag.